Doppelmonarchie Österreich-Ungarn (1867-1918)

1867: Nach der für Österreich verheerenden Schlacht bei Königgrätz muss Kaiser Franz Joseph dem Druck der Ungarn nachgeben. Der Ausgleich mit Ungarn führt zur Entstehung der Doppelmonarchie „Österreich-Ungarn“. Die nicht-ungarischen Länder erhalten eine demokratische Verfassung mit Zensuswahlrecht, das Staatsgrundgesetz, das weiters freie Religionsausübung, Pressefreiheit und die Gleichheit aller Bürger vor dem Gesetzt garantiert.

1872: Eine Wahlrechtsreform durch Graf Taaffe senkt die für die Stimmabgabe zu entrichtende Wahlgebür von 10 auf 5 Gulden.

1889: Der Thronfolger Kronprinz Rudolf kommt am 30. Jänner im Jagdschloss Mayerling zusammen mit seiner Geliebten Mary Vetsera ums Leben, höchstwahrscheinlich durch Suizid. Es ist der erste schwere Schicksalsschlag für den Kaiser und die Monarchie.

1898: Kaiserin Elisabeth wird am 10. September von dem italienischen Anarchisten Luigi Lucheni ermordet.

Mittleres Wappen Österreich-Ungarn

Mittleres Wappen Österreich-Ungarn

1907: Gegen die innere Überzeugung des Kaisers wird das allgemeine, aktive und passive Männerwahlrecht eingeführt, was den Bürger- und Arbeiterparteien einen immensen Stimmenzuwachs bringt.

1908: Österreich-Ungarn annektiert das bereits seit 30 Jahren unter seiner Verwaltung stehende Bosnien-Hercegovina, wodurch sich die Stimmung am Balkan zunehmend aufheizt.

1911: Erzherzog Carl Franz Joseph, der spätere Kaiser Karl I., heiratet in Schwarzau Zita von Bourbon-Parma.

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